Bürgermeisterkandidatin Claudia Poetsch – Mal ganz persönlich

Geboren bin ich in einem sehr kleinen Dorf in Hessen, im Kreis Melsungen. Als ich fünf war, zogen wir an den Niederrhein. Meine Eltern haben sich damals als Drogisten in einem Dorf mit rund 3.000 Einwohner*innen selbständig gemacht. Aufgewachsen bin ich dort zusammen mit meinem jüngeren Bruder. Am liebsten habe ich meine Freizeit auf einem nahegelegenen Bauernhof verbracht. Die Arbeiten auf dem Feld, das Versorgen der Tiere und das Zusammenleben von vier Generationen als „Großfamilie“ habe ich sehr geliebt. 

Nach der Grundschule wechselte ich zum Mädchengymnasium nach Wesel, wo ich dann 1982 Abitur machte. 
In einem ortsansässigen mittelständischen Betrieb für Bauelemente habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau erfolgreich abgeschlossen. Dort bin ich jedoch nur ein halbes Jahr geblieben, da Buchhaltung dann doch nicht meine Erfüllung war. Daher ergriff ich die Chance mich noch einmal ganz neu zu orientieren und begann ein duales Studium an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Mannheim. 1989 machte ich dort meinen Abschluss als Diplom Verwaltungswirtin. Nach zwei Jahren bei der Bundesanstalt für Arbeit wechselte ich 1991 zur Stadtverwaltung Kaarst. Dort konnte ich von der Sachbearbeitung bis zur stellvertretenden Amtsleitung in verschiedenen Aufgabenbereichen fundierte Verwaltungs- und Führungserfahrung sammeln.
2018 habe ich meine berufliche Perspektive noch einmal verändert und wechselte in die Landesverwaltung. Im Ministerium des Innern NRW bin ich für Digitalisierung und Geschäftsprozessoptimierung zur Einführung der digitalen Verwaltungsarbeit verantwortlich.

Von 2018 bis 2019 habe ich berufsbegleitend eine Zertifikatsausbildung an der Akademie der Ruhr Universität Bochum zum Business Coach erfolgreich abgeschlossen. Mir war wichtig, mehr über Führung, Teamentwicklung, Motivation, Konfliktmanagement und Organisationsentwicklung zu lernen.

In meiner Freizeit und im Urlaub bin ich gerne draußen sportlich aktiv. Ich lese gerne (immer noch analog) und gehe sehr gerne ins Theater. Ich bin neugierig auf Neues und probiere auch gerne vieles aus.

Inzwischen lebe ich mit mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern seit über 20 Jahren in Willich. Aktiv zur Politik und zu den GRÜNEN bin ich vor fast vier Jahren gekommen. Die Nachricht über den geplanten Ausbau der A52 hat mich so richtig geärgert und ich habe den Entschluss gefasst mich zu engagieren. Nicht nur meckern – machen! 

Als Sachkundige Bürgerin und Vorstandsmitglied im Ortsverband und auf Kreisebene lernte ich politische Arbeit kennen. Als langjährige Mitarbeiterin in der Kommunalverwaltung kenne ich auch die Verwaltungsseite und weiß, wie wichtig eine aufrichtige und von gegenseitigem Vertrauen getragene Zusammenarbeit im Rat ist, um in der Sache gute Entscheidungen für das Gemeinwesen treffen zu können.

In diesem Sinne verstehe ich das Amt der Bürgermeisterin. Für mich stehen nicht Macht, sondern der Wunsch gemeinsam gestalten zu wollen im Vordergrund. Mein klima-sozialer Wertekompass, meine fundierten Verwaltungskenntnisse, Zusatzqualifikationen und meine Lebenserfahrung sowie ein weiblicher Blick auf die Dinge sind die elementaren und passgenauen Eigenschaften, die gerade jetzt, in Zeiten des Umbruchs und der Veränderung wichtig sind. 

Freund*innen und politische Weggefährt*innen haben bereits im vergangenen Jahr die Idee einer Kandidatur als Bürgermeisterin an mich herangetragen. Nach reiflichen Überlegungen, vor allem mit meiner Familie, habe ich mich mit nunmehr 56 Jahren entschlossen diesen Weg einzuschlagen.

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt die richtige Zeit für eine Bürgermeisterin ist und bin in der Lage und bereit diese Verantwortung zu übernehmen.

Ich bitte um Ihre Unterstützung und Ihre Stimme zur Kommunalwahl im September.

Ihre Claudia Poetsch